Ein Generikum ist ein Arzneimittel, dessen Wirkstoff vergleichbar mit dem eines Markenproduktes ist. Erfahren Sie mehr über die Vorteile.
Läuft der Patenschutz aus, gilt das Wissen um diesen Wirkstoff als Allgemeingut, sodass jeder Produzent, der die strengen Auflagen der jeweiligen Zulassungsbehörden erfüllt, das Produkt herstellen und vertreiben darf. Durch den Wettbewerb setzt eine Preiskorrektur ein. Der Wirkstoff ist nun im Handel erheblich günstiger einzukaufen und je nach Anzahl der Hersteller unter diversen Produktnamen erhältlich. Denn jedem Arzneimittel liegen grundsätzlich zwei Namensgebungen zugrunde. Das ist auf der einen Seite die Bezeichnung des im Arzneimittel enthaltenen Wirkstoffs und auf der anderen Seite der Name, unter dem das Arzneimittel verkauft wird. Der Preisvorteil beruht also nicht auf qualitativen Unterschieden oder produktionstechnischen Vorteilen, sondern einzig und allein auf der Tatsache, dass der Patentinhaber seinen Schutz verliert und die Marktgesetze die Preisbildung gestalten.
Wer garantiert für die gleichbleibende Qualität der verschiedenen Anbieter?
Mit der Zulassung durch staatliche Behörden, wie etwa dem Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte (BfArM) liegt eine amtliche Bescheinigung vor, dass es sich bei dem
Generikum um ein in Qualität und Wirksamkeit gleichwertiges Arzneimittel handelt.
Wer überwacht die Qualität?
In Deutschland überprüft das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit aller zugelassene Produkte, in z.B. den USA übernimmt dies dort die FDA (Food and Drug Association). Generikaunternehmen müssen in Deutschland strengste Auflagen erfüllen und die Herstellung aller zugelassenen Produkte kontrollieren und dokumentieren.